Tischgesellschaft: Was man für Geld nicht kaufen kann

 Oder: Was unser Leben wertvoll macht

© Bild: „Screwed up Money“ by TaxCredits.net, Creative Commons (CC BY 2.0)

 Abendessen mit Gespräch nach der Dialog-Methode von David Bohm

Sollten unsere Krankenkassen uns belohnen, wenn wir uns das Rauchen abgewöhnen? Sollten
wir unsere Kinder für bessere Schulleistungen bezahlen? Sollten wir unseren Freunden Geld
schenken? Ist es sinnvoll, sich Freundschaftsdienste zu kaufen? Was bedeutet es, wenn Be-
ziehungen auf Basis einer Kosten-Nutzen-Analyse vorgenommen werden? Kurz: Was geschieht
mit uns, wenn die Logik des Kaufens und Verkaufens zunehmend unser Leben beherrscht?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich der amerikanische Philosoph Michael Sandel in seinem
Buch „Was man für Geld nicht kaufen kann“. Er beschreibt, wie die Märkte und die damit
verbundenen Wertmaßstäbe sich in unserer Gesellschaft immer weiter ausbreiten. Anhand
vielfältiger Beispiele aus unserem Alltag erläutert er, wie sich unter der Hand unser Verhältnis
zu Dingen, Tätigkeiten und Menschen verändert – und was dadurch verloren geht. Er fordert
uns auf, darüber nachzudenken, ob es nicht Dinge und Werte gibt, die für Geld nicht zu haben
sein sollten.

Dieser Frage wollen wir bei einem gemeinsamen Abendessen anhand unserer eigenen Erfah-
rungen nachgehen. Mit Hilfe des Dialoges möchten wir unseren Blick für diese Frage schärfen
und beleuchten, welchen Einfluss dies auf unsere Vorstellungen von einem guten Leben hat.

Das Gespräch wird auf Basis der Dialog-Methode von David Bohm durchgeführt. Im Dialog wird es
möglich, individuelle und kollektive Ideen, Ansichten und Überzeugungen zu erkunden und neue
Perspektiven zu erschließen. Der Dialog ist ergebnisoffen und hierarchiefrei. In Abgrenzung zur
Diskussion gibt es in ihm keine richtigen oder falschen Meinungen. Die Teilnehmer überzeugen
einander nicht, sondern teilen ihr Denken. Die Essenz des Dialoges ist Lernen – nicht als Resultat
der Aufnahme von Informationen oder Theorien, sondern als Teil eines fortwährenden Prozesses
von kreativem Miteinander. Nach einer kurzen Einführung zur Dialog-Methode und zu Michael
Sandels Buch wird direkt in das Gespräch eingestiegen.

Gesprächsleitung:
Susanne Gölitzer und Mathias Fechter

Termin:
Samstag, 11.10.2014, 18.30 Uhr
Gegebenfalls wird mit den Teilnehmern ein Folgetermin zur Weiterführung des Themas vereinbart.

Veranstaltungsort:
Bornheimer Wohnzimmer, Frankfurt a.M./Bornheim

Unkostenbeitrag:
19,00 EUR

Anmeldung:
Bitte mit dem Anmeldeformular anmelden.

Für das Abendessen wird es ein Buffet mit verschiedenen Speisen geben.

Die Veranstaltung ist auf max. 14 Teilnehmer/-innen begrenzt.